Widerstand | Persönlicher Erfahrungsbericht vom Getrenntsein

Aloha & Namasté, ihr Lieben!

Heute habe ich einen ganz speziellen (persönlichen) Blogartikel für dich. Ich möchte diese Plattform gerne dazu nutzen, auch meine persönlichen Erfahrungen mit dir zu teilen, offen und ehrlich sein. Vielleicht erkennst du dich in meiner Geschichte auf irgendeine Art wieder. Vielleicht gibt sie dir einen kleinen Motivationskick, einen augenöffnenden Moment, wenn sich auch in deinem Leben etwas unstimmig anfühlt… Ich möchte dich mit diesem Erfahrungsbericht gerne dazu ermutigen, vollkommen ehrlich mit dir selbst und allen anderen um dich herum umzugehen. Das Leben ist ein konstanter Prozess, in dem wir lernen, uns entwickeln, verändern und gewisse Dinge auch anpassen müssen, um uns selbst Schritt für Schritt wieder anzunähern… Viel Freude beim Lesen!

 

 

 

 

 

 

~ Meine aktuelle Situation ~


Zur Zeit schreibe ich meine Blogartikel immer an freien Wochenenden, direkt nach einer Gym-Session am Morgen. Meine Liste an Ideen und Titel für Artikel ist unendlich lang, mein Workflow konstant vorhanden und größere Visionen treiben mich voran. Meist komme ich vom Gym nach Hause, dusche, setze mich sofort vor den Laptop und lege mit dem Schreiben los. Der Inspirations-Flow ist wie auf Knopfdruck da, eigentlich schon direkt nach dem Aufwachen. Allerdings habe ich in den letzten Wochen bemerkt, dass sich die Situation unstimmig anfühlt…unharmonisch…ich fühle mich nicht nur uninspiriert, sondern unwohl in meiner Haut und Fehl am Platz…gleichzeitig will ich an meiner Vision arbeiten und mehr wertgebende Inhalte online stellen. Meistens fange ich an zu schreiben und es kommt letztlich auch ein zufriedenstellendes Ergebnis dabei heraus. Nichtsdestotrotz, die aktuelle Situation ist offensichtlich nicht, wie sie sein soll.

Vor wenigen Wochen habe ich mir Papier und Stift zur Hand genommen, bin in mich gekehrt und habe nach meinen persönlichen Werten geforscht. Denn diese sind die absolute Basis, auf dessen man sein Leben aufbauen sollte. Wenn du mit diesen Werten in Einklang lebst, dann ist der Lebensflow ganz automatisch vorhanden. Handelst du entgegen diesen Werten, dann entsteht Widerstand, da die eigene Wahrheit missachtet wird. Etwas fühl sich nicht richtig an. Anfangs bekommt man einen intuitiven Stupser, z. B. in Form eines Gefühls. Wenn diese Werte aber weiterhin ignoriert werden und man entgegengesetzt handelt, dann wächst der innere Widerstand. Der Frust, die Verzweiflung, die Trägheit (wie sich das Gefühl auch immer ausdrückt) nehmen zu. Irgendwann manifestiert sich dieser Widerstand physisch im Körper, in irgendeiner Form von Beschwerden.

Zurück zu meiner Geschichte: Eines meiner größten Werte ist Gesundheit bzw. Wohlbefinden (keine große Überraschung :)). Ich habe niedergeschrieben, in welchen Momenten mein „Higher Self“ zum Vorschein kommt. In Bezug auf Wohlbefinden ist es ganz klar da, wenn ich in Verbindung mit der Natur stehe. Mit Mutter Natur. Für mich persönlich ist sie die beste Quelle, um genährt und inspiriert zu sein. Außerdem ist sie das beste Heilmittel. In die Natur zu gehen kostet nichts, es ist reinste Freude und die Möglichkeit steht einem immer offen. Wusstest du schon, dass das Umarmen eines Baums stimmungsaufhellende Hormone freisetzen und das Immunsystem stimulieren kann? Wusstest du, dass die UVB-Strahlung der Sonne einen ganz essenziellen und multifunktionalen Nährstoffe, das Vitamin D, in deiner Haut zur Synthese anregt?

Es ist kein Zufall, dass ich mich in meinem Element, authentischer, selbstbewusster im Körper und total inspiriert fühle, wenn ich  mit dieser Quelle der Natur verbunden bin. Das ist allerdings nur zur wärmeren Jahreszeit der Fall oder in einer Gegend um den Äquator. In der Sonne fühle ich mich LEBENDIG, sei es am Fahrrad, beim Laufen, bei einem entspannten Spaziergang oder bei der Yogapraxis. Die Füße und Hände, meinen Körper auf die bloße Erde zu legen gibt mir ein Gefühl von Sicherheit, mit dieser Welt verbunden zu sein. Mein Herz geht auf, wenn ich mit den Füßen in den Sand trete, die Wärme der Sonne auf meiner Haut spüre, wenn ich durch den Wald gehe und den Sauerstoff einatme, der direkt von den Bäumen kommt. Momente, in denen ich eins mit der Natur – mit der Schöpferkraft – bin.

Nächstes Thema: Nahrung. Nachdem ich in den letzten Monaten vermehrt mit gekochten Speisen experimentiert habe, bin ich intuitiv wieder zu meiner ursprünglichen Rohkost-basierten Ernährung zurück gekommen. Als wäre ich von innen heraus geführt worden. Und ja, mitten im Winter. Ich musste mir eingestehen, dass es für mich persönlich aktuell die beste Art der Ernährung ist, um mich heilen und in Einklang bringen zu können. Wie schon erwähnt: Das Leben ist ein konstanter Fluss und ich möchte mir definitiv nicht ein Label auf die Stirn setzen und mich mit einer Ernährungsweise identifizieren. Jedenfalls: Die letzten Wochen habe ich täglich einen frischen Gemüsesaft gepresst, jede Menge Früchte und Grünes gegessen; ich habe vermehrt meditiert und bin mit so manchen Emotionen konfrontiert worden…

 

 

 

 

 

 

 

~ Getrenntsein und Unstimmigkeit ~


Mir wurde bewusst, dass mein Leben – so wie es aktuell läuft – nicht in Einklang ist. Ich lebe gerade nicht mein volles Potential. Dafür fand ich zwei Gründe:

Der Winter war für mich schon immer eine sehr ungemütliche Zeit. Aktuell habe ich jedoch komplett den Zugang und die Verbindung zur Natur verloren. Sobald es kälter wird, muss man sich im wahrsten Sinne des Wortes vor der Natur „verstecken“. Wir ziehen lächerlich viele Klamotten an, imitieren die für uns angenehm warmen Temperaturen in Häusern und Wohnungen. Durch künstliche Heizungen, Decken und Öfen halten wir unsere physiologische („tropische“) Körpertemperatur aufrecht. Diese Bedingungen sind alles Imitate von natürlichen Lebensräumen, die man an einem anderen Ort auch im Freien bekommen könnte. Der Mangel an Sonnenlicht führt zu Vitamin D-Mangel, emotionalen Unstimmigkeiten, hormonellen Missständen, usw. Meiner Meinung nach ist Sonnenlicht eine Quelle, die Körper, Geist und Seele nährt. Mir ist eine Sache klar geworden: Ich möchte mich nicht 60-70 % des Jahres von dieser nahrhaften Quelle (Natur), die mich in meine Kraft bringt, verstecken bzw. sie missen. Diese Art von Leben entspricht nicht meinen höchsten Werten. Außerdem fühle ich mich absolut lächerlich und Fehl am Platz, wenn ich (tropische) Früchte kaufe und es Temperaturen um den Gefrierpunkt hat. Unnatürlicher und ökologisch unfreundlicher kann man gar nicht handeln. Nicht zu erwähnen, dass diese Früchte weit von einer hohen Qualität, Frische und Reife entfernt sind.

Neben der Sehnsucht zur Natur gibt es noch eine weitere Sache, die mein Herz entzweit. Von Montag bis Freitag gehe ich meinen zwei Jobs nach. Samstags und Sonntags dreht ich alles um meine Passion, von der ich inspiriert und beflügelt werde. Außerdem widme ich die Zeit an Wochenenden lieben Menschen in meinem Umfeld. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich meine zwei Jobs nicht leiden kann. Ganz im Gegenteil, andernfalls würde ich sie nicht tun. Allerdings fühle ich mich dabei nicht (mehr) in meinem Element. In mir ist immer diese Stimme, die meinen beruflichen Weg in eine andere Richtung lenken möchte. Ein Gefühl, das mich in eine neue Herausforderung stupsen möchte; das mir sagt, dass die Wochenende bei Weitem zu kurz sind, um dem nachzugehen, was mich so richtig erfüllt, mich herausfordert und in Richtung Selbstverwirklichung bringen könnte. Ich denke, wir sind alle hier, um der Welt zu dienen, indem wir ihr unser Höchstes Selbst schenken. In dem Zustand brauchen wir uns keine Gedanken mehr um die Bedeutung im Leben machen, denn diese eröffnet sich automatisch. Dieser Prozess wird jedoch immer von Entwicklungen und Veränderungen geprägt, weshalb er Anpassungen benötigt. Die Vergangenheit hat mich zu der Person geprägt, die ich heute bin und ich schaue mit großer Dankbarkeit für jede einzelne Erfahrung zurück. Allerdings habe ich gerade ein starkes Bedürfnis nach solch einer „Anpassung“ meiner aktuellen Situation. Alles, was ich möchte, ist der Welt mit meiner Passion zu dienen und gleichzeitig die Reise meiner persönlichen Weiterentwicklung voranzutreiben.

 

 

 

 

 

 

~ Widerstand gegen das Hier und Jetzt ~


Fühlt man sich unzufrieden und nicht vom Leben angetrieben, dann steckt immer ein gewisser Grad an Widerstand dahinter. Als ich bemerkt habe, dass etwas „unrund“ läuft, habe ich mich gefragt „Wogegen leistest du gerade Widerstand?“ Wir können immer nur im Hier und Jetzt LEBEN. Das heißt, wenn ich den jetzigen Zustand nicht genießen kann – das was ich tue, wie ich mein Leben gerade kreiere – dann leiste ich gegen das Hier und Jetzt Widerstand; gegen alles, was mit dem jetzigen Moment zusammenhängt. Es geht niemals um die äußeren Umstände, sondern vielmehr um unsere Sichtweise und Reaktion darauf, unsere Entscheidungen und letztlich darum, wie wir selbst unser Leben gestalten.

Gleichzeitig habe ich mein Bewusstsein voll und ganz auf alle Dinge fokussiert, die ich gerade habe. Ich habe bewusst Dankbarkeit praktiziert. Denn sind wir mal ehrlich: Ich lebe in absoluter Fülle. Meine Grundbedürfnisse sind bei Weitem gestillt. Deshalb ist es mir überhaupt erst möglich, über höhere Bedürfnisse, wie Selbstverwirklichung, nachzudenken. In Dankbarkeit zu sein löst automatisch den inneren Widerstand auf. Es ist definitiv die schnellste Methode, um in den Zustand von Liebe und Wertschätzung (zurück) zu kommen.

 

 

 

 

 

 

~ Wie geht es weiter…? ~


Als nächstes stellt sich die Frage: Wie sieht eine zufriedenstellende Lösung aus? Ich denke, es ist ein Prozess, der mit Bewusstsein anfängt und davon weiter getragen wird…

Der erste Schritt ist das eigene Bewusstsein für die aktuelle Sachlage. Nachdem ich die Hintergründe für meinen unstimmigen Zustand erkannt habe, gab es einen Anhaltspunkt, an dem man ansetzen kann.

Danach stehen einem immer zwei Optionen offen: Entweder die Situation wird akzeptiert und man verändert seine Sichtweise darauf oder man wählt einen anderen (Lebens-)Weg. Die Situation ist so wie sie ist. Sie ist weder gut, noch schlecht. Meine eigene Sicht auf die Dinge erzählt mir im Prinzip mehr über mich selbst, über meine eigene Entwicklung. Veränderungen sind vollkommen okay. Veränderungen sind in der Tat notwendig, um zu wachsen …

Nach einer Entscheidung – akzeptieren oder ändern – kommt der wahrscheinlich schwierigste Teil: das Handeln. Ja, ich weiß, es bedarf Mut. Vor allem, wenn diese Entscheidung dein Leben erstmal auf den Kopf stellen wird. Es ist jedoch notwendig, zu wählen bzw. zu handeln – und zwar in Einklang mit deinen höchsten Werten.

Beim Thema Entscheidung tendiere ich selbst zu beiden Optionen: akzeptieren und verändern. Zum Einen möchte ich die Situation annehmen. Ich möchte meine Sichtweise insofern darauf verändern, als dass ich dem Leben jeden Moment mein authentisches Selbst schenke und anderen (z. B. in meinen aktuellen Jobs) diene. Zum anderen erlaube ich es mir, mehr Raum zu schaffen, um meinem (Höheren) Selbst die Möglichkeit des Wachstums und der Entfaltung zu schenken… mich auf die Dinge zu konzentrieren, die mich von inneren heraus nähren und „tragen“.
Im Hinblick auf meine aktuelle Wohnsituation plane ich in (greifbarer) Zukunft Veränderungen.

Mit jeder Entscheidung, die du triffst, kannst du deine eigene Lebensgeschichte neu schreiben.

Du bist ganz herzlich eingeladen, diesen Weg mit mir zu gehen und deine eigenen Erfahrungen zu dem Thema mit mir zu teilen. Wie lautet deine Vorgehensweise, um mit deinen Werten wieder in Einklang zu kommen?

Ich schicke dir alles Liebe aus dem Herzen!

Namasté,

deine Isabel!

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