Dein Körper | Das Vehikel deiner Lebenserfahrung

Was sind deine ersten Gedanken, wenn es um deinen Körper geht?

Fühlst du dich zu dick und behauptest „Ich bin zu dick.“?
Fühlt sich deine Nase zu groß, deine Oberarme zu wabbelig oder deine Oberschenkel zu breit an? Und erzählst dir Tag für Tag im Spiegelbild was dir nicht an dir gefällt?

Dann ist es genau JETZT einen Gedanken wert, deinen mentalen Monolog ab sofort in eine andere Richtung zu lenken. Denn all diese abwertenden und gehässigen Glaubenssätze verankern sich tief in deinem Unterbewusstsein und projizieren sich letztlich in deiner körperlichen Erscheinung. Wie wäre es, eine Haltung von Respekt und Würde deinem Körper gegenüber einzunehmen?

Dein Körper ist ein Geschenk des Lebens an dich. Du hast dieses einzigartige, höchst komplexe und schlaue Vehikel erhalten, um darin dein Inneres zum Ausdruck zu bringen. Um Erfahrungen mit all deinen Sinnen im Facettenreichtum des Lebens machen zu dürfen. Und merke dir eins: DEIN Körper ist absolut einzigartig. Ein Unikat, das es in der Form nirgendwo auf diesem Planeten ein zweites Mal gibt.

„Kümmere dich um deinen Körper. Er ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“
(Jim Rohn)

Mit Sicherheit hast du im Bio-Unterricht über die menschlichen Zellen gelernt. Über die darin verpackte DNA, die einzelnen, gemeinsam aufeinander abgestimmten Zellorganellen. Die unterschiedlich aufgebauten Gewebestrukturen, unsere Organe. Eine Physiologie, vor der wir unseren Hut ziehen können. Ein Gehirn, dessen Komplexität wir Tag für Tag nur bewundern können. Was für ein Meisterwerk der Natur. Alleine dieser Tatsache wegen lohnt es sich, für seinen eigenen Körper dankbar zu sein.

 

 

 

~ Unser innerer Kritiker ~


Wir sind alle nur Menschen. Und in der Regel unser größter Kritiker. So loben und bewundern wir oft alle anderen. Fühlen uns selbst aber im selben Augenblick minderwertig und unzulänglich.

Doch woher kommt dieses subjektiv wahrgenommene Minderwertigkeitsgefühl? Diese Unzufriedenheit, die oft dazu führt, dass wir mit unserem Körper schlecht umgehen und unsere Bedürfnisse unterdrücken? Es ist die Stimme des inneren Kritikers, den wir aus unseren bisherigen Lebenserfahrungen haben heranwachsen lassen. Dieser ist stark geprägt von unserer (westlichen) Leistungsgesellschaft, in der wir das Gefühl vermittelt bekommen, nie zu genügen. Es sind die Einflüsse der Medien, die uns ein gesellschaftliches Schönheitsideal suggerieren.

Selbstkritik ist solange gesund, wenn wir uns beim eigenen Kritisieren nicht in unserer Persönlichkeit abwerten, Fehler anerkennen und als Chance für Verbesserung und Weiterentwicklung sehen.

Der Kritiker in uns ist eine wertvolle Stimme, die uns wachsen lassen sehen möchte. In der Regel ist es nicht sinnvoll und auch nicht erfolgversprechend, ihn zum Schweigen bringen zu wollen. Ihn mit positivem Denken zur Seite drängen, klein machen oder gar vernichten zu wollen. Sehe ihn vielmehr als Freund, mit dem du in Dialog treten kannst und von dem du dich nicht (mehr) beherrschen lassen musst.

  • Wenn du seine Stimme das nächste Mal in deinem Kopf als Automatismus hörst, mache einen mentalen Schritt zurück!
  • Werde dir bewusst, dass nicht DU diese Stimme in deinem Kopf bist. Das sind Meinungen, die sich im Laufe deines Lebens in deinem Unterbewusstsein abgespeichert haben. DU kannst jeden Moment neu wählen und dir deine eigene, ehrliche Meinung über dein Selbstbild machen.
  • Sprich mit deinem inneren Kritiker. Gib ihm einen Namen. Erkennen ihn an; zeig ihm, dass du ihn siehst. Hinterfrage seine Bewertungen. Welche Gefühle kommen dabei in dir auf?
  • Sag ihm freundlich, dass du gerade eben nicht seiner Meinung bist – sofern das der Fall ist.

 

 

 

~ Von Bewertungen und Selbstannahme ~


Wir wurden schon in früher Kindheit darauf konditioniert, alles und jeden im Leben zu bewerten. Als gut oder schlecht anzusehen. Die Gesellschaft lebt uns erwünschte und unerwünschte Verhaltensweisen, Meinungen und Idealvorstellungen vor. Hält man zu viel von sich selbst, wird man direkt als Egoist abgestempelt.

Jedoch lässt sich an unserer Gesellschaft auch ausgezeichnet erkennen, dass dieses vorgefertigte Bild scheinbar nicht ganz so gut funktioniert. Perfektionismus, Leistung und Übereifer führen uns eher in die Depression, ins Burnout, in Süchte und andere Erkrankungen. All das resultiert, weil wir den Zugang zu unserem Körper, zu unseren Bedürfnissen und unserer Wertschätzung komplett verloren haben.

Nun fragst du dich, wie man sich von diesem gesellschaftlichen Meinungssystem distanzieren, aber immer noch darin leben kann? Sein Selbstbild liebevoller und wertschätzender zu betrachten.

Ein sehr erfolgreiches Prinzip, das du sehr gut auf die Beziehung zu deinem Körper übertragen kannst, besagt:

Love it, leave it or change it

Das klingt im ersten Moment nach einem uralten Zen-Geschwafel. Alte Weisheiten, die nichts mit der Realität zu tun haben. Halt: Weit fehlgeschlagen! Denn in jeder Alltagssituation in deinem Leben und auch im Umgang mit deinem Körper kannst du dieses Prinzip erfolgreich anwenden.

Aber was steckt dahinter?

  • Love it: Du findest mit Sicherheit das ein oder andere körperliche Merkmal an dir, das dir gefällt. Das können deine Augen, deine Haare, dein Mund, deine Nägel, Füße oder Waden sein. Schenke diesen Körperteilen öfter deine volle Aufmerksamkeit und erzähle deinem Spiegelbild, wie sehr du dieses Merkmal an dir magst und schätzt.
  • Leave it: Auf der anderen Seite gibt es definitiv Dinge, die dir an deinem Körper weniger gefallen und die du auch nicht unbedingt verändern kannst. Das kann beispielsweise deine Körpergröße, deine Augenfarbe, die Form deiner Nase, Finger und Zehen sein. Aber genau diese einzigartigen Merkmale trägst nur du an deinem Körper. Versuche, sie zu akzeptieren und lenke nicht jedes Mal beim Blick in den Spiegel deine (abwertende) Aufmerksamkeit darauf.
  • Change it: Die dritte Variante bezieht sich auf all jene Merkmale, die dir an deinem Körper nicht gefallen, die du allerdings aktiv verändern kannst! Das kann deine Körperhaltung, dein Gesichtsausdruck oder dein Körpergewicht sein. Du hast auf vieles deiner körperlichen Erscheinung einen massiven Einfluss. Dein Lebensstil spiegelt sich in deinem Körper wider. Erlaube ihm, das bestmöglichste zum Ausdruck zu bringen und kümmere dich um das Geschenk des Lebens an dich. Er wird dir und du wirst ihm danken. Werdet die besten Freunde. Und geht Hand in Hand durch das Wunder, das wir „Leben“ nennen.

 

 

 

~ Perfekt ist langweilig ~


Wären wir alle gleich, wären wir alle perfekt, was wäre das für ein Leben? Sind es nicht gerade die kleinen Ecken und Kanten, die uns so einzigartig, sympathisch, charmant und genau zu dem machen, was wir letztlich sind: Menschen. Wo würden wir uns in unserer Perfektion weiter hin entwickeln?

Perfektion ist der größte Makel – wer alles ist, kann nichts mehr werden.
(Maik Alwin)

 

 

 

~ Der Ausdruck deines Inneren ~


“Gedanken erschaffen Realität”, wie es Dieter Broers so wahrheitsgetreu sagt. Es gibt mit Sicherheit Tage, an denen wir alle unser Spiegelbild am liebsten auf den Mond schicken wollen. An anderen erkennen wir uns als die klassische all-day-life-Variante, d.h. als unser „normales“ Alltagsspiegelbild. Und vielleicht hast du auch schon den ein oder anderen Moment erlebt, an dem du dich sogar als richtig attraktiv ansehen konntest. Erinnere dich an diese Momente zurück. Wie erging es dir in diesen Situationen?

Und genau das ist der Schlüssel: wir sehen nie vollkommen ident aus. Unsere feinen Gesichtsnuancen, der Ausdruck unserer Augen, unsere Körperhaltung, unsere Gestikulation und Stimme – all das verändert sich je nach unserem Gemütszustand. Unsere Gedanken und Gefühle sind die wertgebenden Faktoren unserer körperlichen Erscheinung. Gefühle resultieren aus Gedanken, d.h. deine mentale Einstellung ist der absolute Ursprung deines physischen Ausdrucks. Nicht umsonst gibt es diesen schönen Spruch:

„Wahre Schönheit kommt von innen.“

Und nicht nur die Schönheit kommt aus deinem Inneren hervor. Ebenbürtig die Gesundheit. Die Psychosomatik fasste erst in den 1950-er Jahren so richtig Fuß und beschreibt diese enge Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele. Krankheiten werden danach als Symptom einer psychischen Ursache betrachtet, die auf ihren Grund hin behandelt werden soll, um die körperlichen Beschwerden heilen zu können. D.h. dein Körper spiegelt dir fortlaufend, was sich in deiner Innenwelt abspielt. Die Schulmedizin sieht Krankheiten übrigens dann als psychosomatisch an, wenn keine organischen Ursachen vorliegen. Allerdings kann auch diese Sichtweise ausgeweitet und jede körperliche Dysbalance als Symptom einer tieferen, auf seelischer Ebene vorliegenden Ursache betrachtet werden.

Körper, Geist und Seele sind die unzertrennlichen Trias unseres Daseins.

 

 

 

 

~ Von der Ursache zur Wirkung ~


Hast du körperliche Beschwerden, dann verdeutlicht dir deine Innenwelt nur, dass du gerade nicht im Einklang lebst. Dass zwischen dem, was du im außen tust und was du innerlich fühlst, eine Barriere liegt. Dein Körper ist nur das „materielle“ Signal, das dich wieder auf die richtige Spur deines Lebens bringen möchte.

Nimm’ diese Botschaft an. Schau‘ ein wenig genauer auf deine Lebenssituation hin und frage dich ganz ehrlich, ob du gerade in Freude lebst?

Kämpfe nicht gegen deinen Körper an, indem du dir Pillen zur Symptomlinderung einwirfst. Das verstärkt letzten Endes nur den Kern der Sache. Denn das Problem dahinter wird nur mächtiger und irgendwann wirst du ihm mit einer größeren Symptomatik als die banalen Kopfschmerzen erliegen. In unserer Gesellschaft, die permanent auf die Dinge im außen gerichtet ist, kann man sehr leicht den Zugang zu seiner eigenen Innenwelt verlieren.

Erkenne deine körperlichen Beschwerden als Chance. Als Aufgabe. Begebe dich auf diese spannende Reise – die Reise zu dir selbst. Und finde heraus, was dich glücklich macht. Dann wirst du auch Gesundheit (er)leben können.

 

 

 

~ Fazit: Mein Körper = mein Geschenk ~


Fange an, deinen Körper als das Wertvollste zu betrachten, was du je in deinem Leben besitzen wirst. Hinterfrage die ein oder andere Bewertung, die du dir selbst indoktriniert hast und die möglicherweise auf gesellschaftlichen Idealvorstellungen beruhen. Halte dir all die Merkmale täglich vor Augen, die du an deinem Körper magst. Hey, dich gibt es kein zweites Mal auf dieser Erde. Mach was aus diesem einzigartigen Wunderding, durch das du DICH ausdrücken darfst. 🙂

Ich schicke dir eine unendlich große Umarmung, du einzigartiges Geschenk dieser Welt.

Spread your love & Namasté,

deine Isabel

 

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