Bio-Individualität | Gibt es eine Ernährungsform für alle?

Da draußen gibt es eine Vielzahl an Gurus im Bereich der Gesundheit, die dich alle von ihrem einzigartigen Ernährungskonzept, von ihrem besonderen Trainingsplan, einer Entspannungsmethode oder anderen genialen „Lebensstil-Rezepten“ überzeugen wollen. Und jeder einzelne hat ein Recht darauf, seine persönlichen Erfolgsversprechen mit der Welt zu teilen – ein Erfolgsrezept, das für sie ausgezeichnet zu funktionieren scheint und vielleicht sogar wissenschaftlichen Untersuchungen nach erfolgsvorsprechend ist. Das ein oder andere Konzept mag sich für dich auch „passend“ anfühlen, denn vielleicht decken sich diese Tipps und Methoden komplett mit deinen ohnehin schon bevorzugten Gewohnheiten. Aber: was auf deinen Körper und Lebensstil hervorragend zugeschnitten ist, kann für mich komplett ungeeignet sein…

Obwohl wir alle menschliche Lebewesen mit einem Verdauungstrakt, einer mehr oder weniger einheitlichen Biochemie in unseren Zellen sind, obwohl wir alle Luft zum Atmen und zur Herstellung von Energie benötigen, sind wir gleichzeitig komplett einzigartige Individuen. Das heißt, wir sind auf eine Art und Weise komplett verschieden. Niemand von uns teilt die exakt selbe Genetik, denselben Fingerabdruck. Wir leben alle an unterschiedlichen Orten auf dieser Erde. Wir altern im Laufe der Zeit und durchlaufen bestimmte Lebensphasen. Daher ist es eigentlich eine komische Vorstellung zu behaupten, dass jede einzelne Person auf dieser Erde genau dieselbe Ernährungsweise verfolgen sollte, oder?

Empfehlungen von den großen Ernährungsgesellschaften zum Konsum bestimmter Lebensmittel können als Vorstellung dafür angesehen werden, was für den Großteil der Bevölkerung im Durchschnitt als geeignet gilt. Nichtsdestotrotz ist es unsere eigene Aufgabe herauszufinden, mit welchen Lebensmitteln, Zubereitungsarten, Mengen, etc. unser Körper sein höchstes Maß an Vitalität erreicht. Und diese Reise ist deine ganz eigene – versuche dich daher nicht mit anderen zu vergleichen.

“Vergleichen ist ein Akt von Gewalt gegen das eigene Selbst.“
(Iyanla Vanzant)

Sei ehrlich mit dir. Höre tief in dich hinein, in deinen Körper, höre auf deine Intuition. Probiere dich aus. Dazu können dir die allgemeinen Ernährungsempfehlungen und vielleicht der ein oder andere Experte mit den allseits vorhandenen Informationen zur Seite stehen. Aber bleibe vorsichtig – nehme nicht alles Wort wörtlich. Denn es gibt nur einen einzigen Experten, der weiß, was für dich das Beste ist: das bist du selbst!

In diesem Artikel möchte ich eine Handvoll Punkte mit dir teilen, die Einfluss auf unsere Ernährungsgewohnheiten nehmen können. Faktoren, an die du auf jeden Fall denken solltest, wenn es auf die Reise zu deiner individuellen Ernährungsform geht. Lasst‘ uns mit diesem spannenden Thema loslegen – viel Spaß beim Lesen! 🙂

 

 

 

 

~ Bio-Individualität: worum geht es? ~


Das Konzept der „Bio-Individualität“ geht davon aus, dass jeder Mensch seine eigenen Bedürfnisse im Hinblick auf die Ernährungsweise hat. Wahrscheinlich wirst du schon selbst die Erfahrung gemacht haben, dass sich deine intuitiven Vorlieben, Essenszeiten und auch deine Verdauung von jenen deines Partners, deiner Eltern, Schwester, Kinder oder deinen Freunden unterscheidet. Dieses Konzept schenkt einer Vielzahl an Faktoren Aufmerksamkeit, die unseren Körper und Geist im Laufe unseres Lebens beeinflussen. Manche Lebensmittel mögen dich in einer bestimmten Lebensphase wunderbar nähren, währen andere dir Energie rauben, anstatt sie dir zu schenken. Aber die Lebensmittelauswahl, die dir Vitalität verleiht, kann mich beispielsweise aus der Balance bringen: hier sind wir bei der „menschlichen Individualität“ angekommen.

Die Frage nach „gesunden Lebensmitteln“ kann eigentlich eher relativ betrachtet werden. Es mag sein, dass bestimmte Lebensmittel der Wissenschaft nach als äußerst gesund eingestuft werden, du hast aber Probleme damit, sie adäquat zu verdauen. Es gibt eine Reihe an gesunden Lebensmitteln; einige werden mit Sicherheit deine persönlichen Bedürfnisse sollen können, andere nicht; vielleicht auch nur in einer bestimmten Lebensphase nicht.

Das Ganze scheint im ersten Moment etwas widersprüchlich zu klingen und vor allem für einen selbst sehr schwierig sein, die eigenen Bedürfnisse in Sachen Ernährung zu erkennen. Schließlich solltest du vollkommen ehrlich mit dir und deinem Körper sein. Ich behaupte also nicht, dass eine Person von Burger, Pizza und Softdrinks „genährt“ wird und eine andere ausschließlich von Rohkost, frisch gepressten Säften und Smoothies bestens leben sollte. Letzteres kann für manche eine Option darstellen, ersteres ist auf lange Sicht definitiv kein nährendes Konzept. Und in der Regel sind die Unterschiede zwischen uns Menschen nicht ganz so groß!

„Dein Körper weiß genau, was du essen solltest.
Es ist der Kopf, der fehlerhafte Entscheidungen trifft.“

Bei diesem Konzept geht es im Prinzip um eine intuitive Art der Ernährung. Es geht darum, in sich zu kehren, den Signalen des Körpers zu lauschen und nicht zu viel auf die Meinungen im außen zu hören. Somit deckt es sich auch mit dem holistischen Ansatz, deine eigene ganzheitliche Reise zu gehen, dein eigener Experte in Sachen Ernährung und Lebensstil zu werden.

 

 

 

 

 ~ Körpertypen und Stoffwechsel (Ayurveda) ~


Die traditionelle indische Heilkunst „Ayurveda“ unterscheidet zwischen drei unterschiedlichen Körpertypen, welche „Dosha“ genannt oder auch als „Konstitutionstypen“ bezeichnet werden. Man kann sagen, dass es sich dabei um natürliche Energien handelt, die auf den 5 Elementen (Luft, Raum, Wasser, Feuer, Erde) basieren. Laut Ayurveda werden diese Elemente in 3 Typen, den bereits genannten Doshas, eingeteilt, die auch unseren Körper ausmachen. Diese heißen:

  • Vata: Luft + Raum
  • Pitta: Feuer + Wasser
  • Kapha: Erde + Wasser

Jeder von uns enthält unterschiedlich starke Ausprägungen dieser Doshas, aber in der Regel sind ein bis zwei Konstitutionstypen dominant. Dieses natürliche Dosha repräsentiert uns in unserem gesündesten, ausgeglichensten Zustand.

Ayurveda ist die Schwestern-Philosophie von Yoga. 
Es ist die Wissenschaft vom Leben, von der Langlebigkeit, die uns über die Macht und die Zyklen der Natur sowie die Elemente lehrt.
(Christy Turlington)

Die drei Doshas spiegeln sich in unserem körperliches Erscheinungsbild wieder, physisch, mental und emotion. Dabei geht es um unsere Haut, Gesichtsform, Körpergewicht und -größe, Knochenbau, Muskeln, Verdauung (die übrigens ein sehr wichtiges Thema in Ayurveda ist), Nervensystem, Erscheinung, Charakterzüge, etc. Während ein Vata-Typ natürlich sehr schlank und recht fragil, nicht sehr resilient ist und zu Verdauungsschwächen neigt, haben Personen mit einer Pitta-dominanten Konstitution ein eher feuriges Temperament mit einer guten Verdauung sowie einer guten Portion an Selbstbewusstsein. Kapha-Typen neigen dazu, rasch an Gewicht zuzunehmen, haben aber diese sehr ruhigen, harmonischen und auch ziemlich resilienten Persönlichkeitszüge.

Laut Ayurveda hat jeder Dosha-Typ unterschiedliche Bedürfnisse hinsichtlich Ernährung und Lebensstil, um in Balance zu kommen bzw. bleiben. Demnach verfolgt Ayurveda einen individuellen Ansatz im Hinblick auf Ernährung. Gesundheit wird als ein dynamischer Zustand beschrieben und nicht „nur“ als die Abwesenheit von Krankheit, wie die westlichen Medizin den Begriff „Gesundheit“ definiert.

Nehmen wir ein Beispiel: angenommen, du hast eine Vata-dominierende Konstitution. Um diese Energie auszugleichen, werden dir eher Lebensmittel mit „erdendem Charakter“ empfohlen, beispielsweise Wurzelgemüse, stärkehaltige Produkte oder süße Früchte, wie Bananen. Du solltest reguläre Mahlzeiten einnehmen, um eine katabole Stoffwechsellage (Abbau) zu meiden. Pitta-Typen haben ein sehr starkes Verdauungsfeuer, somit können sie mehr Protein zu sich nehmen, was deutlich mehr Verdauungsarbeit benötigt. Allerdings sollten sie Abstand von scharfen Gewürzen nehmen, um eine Imbalance zu meiden. Kapha-Typen verbrennen deutlich weniger Energie als die beiden anderen Doshas, weshalb sie Abstand von Snacks nehmen sollten und beispielsweise ausgezeichnet intermittierendes Fasten praktizieren können. Komplexe Kohlenhydrate, hauptsächlich Gemüse und somit ausreichend Ballaststoffe sind die Empfehlungen für Kapha-Konstitutionstypen.

 

 

 

~ Alter und Lebensstil ~


Befinden wir uns in unterschiedlichen Lebensphasen, so haben wir gleichzeitig unterschiedliche Bedürfnisse; auch, wenn es um die Ernährung geht. Ein Teenager wird beispielsweise anderen Ernährungsgewohnheiten nachgehen als eine hoch betagte Person. Die Lebensmittel, die ein Baby nach dem Abstillen bekommt, werden wahrscheinlich nicht die Bedürfnisse eines Jugendlichen oder schwer beschäftigten Business-Manager stillen können. Der Wachstumsprozess erfordert mehr Energie und Nährstoffe als ein ausgewachsener Organismus, den wir im Erwachsenenalter bestmöglich erhalten dürfen. Gleichermaßen sieht es mit einer schwangeren oder stillenden Frau aus, die mehr Kilokalorien und Vitalstoffe benötigt als eine Frau nach der Menopause. Das heißt, was wir ernährungsphysiologisch brauchen unterscheidet sich nicht nur von Mensch zu Mensch, sondern hängt ebenso mit unserem eigenen Lebenszyklus zusammen.

Aber auch unsere körperliche Aktivität und unser gesamter Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle. Beispielsweise empfiehlt der bekannte Rohkost-Verfechter Dr. Douglas Graham seine ultimative 80/10/10-Ernährung, welche hauptsächlich aus Früchten besteht. Ich persönlich empfinde es so, dass diese für Athleten und sportlich sehr aktive Personen gut funktionieren kann. Allerdings würde ich diese „Empfehlung“ definitiv nicht generalisieren und behaupten, dass eine fettarme, kohlenhydratreiche roh-vegane Ernährung die ideale für jeden Menschen sei.

 

 

 

~ Unterschiede in Jahreszeiten ~


Ein weiterer Faktor, der bei der Auswahl einer geeigneten Ernährungsform eine Rolle spielen kann, ist das Klima und die Veränderungen mit den unterschiedlichen Jahreszeiten. Deiner eigenen Erfahrung nach wirst du mit Sicherheit schon festgestellt haben, dass du im Sommer oder in südlichen Ländern nahe des Äquators andere Lebensmittel und Mahlzeiten bevorzugst als im Winter. Dafür gibt es auch einen Grund: deine Physiologie muss sich an die äußeren Bedingungen anpassen. Die Empfehlung für eine regionale und saisonale Lebensmittelauswahl zeigt uns, dass es die natürlichste, nachhaltigste und ökologisch freundlichste Methode ist, deine Ernährung auf diese Weise zu gestalten.

 

 

 

 

Gedanken und Mindset ~


Deine Nahrungsmittelauswahl, aber auch die Fähigkeit, deine Mahlzeiten zu verdauen und Energie daraus zu ziehen hängt zu einem wesentlichen Teil von deiner Beziehung zum Essen ab. Wir sind alle in einem bestimmten Umfeld aufgewachsen, haben unterschiedliche Verhaltensweisen beobachtet, die auf Kulturen und Lebensstilen basieren. Wir haben im Laufe unseres Lebens Erfahrungen machen dürfen, gute und nicht so gute; wir haben Gewohnheiten entwickelt und Gewohnheiten spiegeln unseren Lebensstil, unsere Persönlichkeit wieder; sie repräsentieren „uns“.

Die Aussage „Gedanken wirken auf Materie“ lehrt uns, dass alles mit unseren Gedanken beginnt. Natürlich möchte ich nicht die Tatsache unserer unterschiedlichen Körper, unserem Stoffwechsel und all den oben genannten Faktoren komplett außen vor lassen. Allerdings sollten wir eine Sache nicht vergessen: wie gehen wir mit all diesen Umständen und Faktoren um? Wie denken wir darüber?

Essen ist eigentlich ein sehr intimer, emotional behafteter und „innerer“ Akt: wenn wir essen, kommunizieren wir im wahrsten Sinne des Wortes sehr eng mit unserem Körper. Daher hat der Zustand in unserem Inneren unausweichlich einen Einfluss auf unser Essverhalten.

Achtsamkeit ist der Schlüssel zu einem intuitiven Essverhalten. Aber nicht nur während der eigentlichen Nahrungsaufnahme; genauso gilt es Achtsamkeit in deinem täglichen Leben zu umzusetzen. Wie ich schon erwähnt habe: unsere Emotionen sind sehr eng an unser Essverhalten geknüpft. Wenn du nun unerwünschte Emotionen nicht ansiehst, sie zu verdrängen versuchst, werden sie anfangen, dich zu kontrollieren … und sich in einer unerwünschten Verhaltensweise äußern, um einen Versuch zu starten, diesen inneren Konflikt zu kompensieren. Essen ist eine „sehr einfache“ Methode, dieses emotionale Ungleichgewicht ausgleichen zu wollen; schließlich werden wir täglich damit konfrontiert.

 

 

 

 

~ Soll nun jeder vegan werden? ~


Veganismus ist ein sehr weit gefasster Begriff und sagt lediglich aus, dass nichts konsumiert wird, was vom Tier stammt. Eine vegane Ernährung kann aber sehr unterschiedlich aussehen: beispielsweise kann man mehr rohe oder mehr gekochte pflanzliche Lebensmittel konsumieren, mehr kohlenhydratreiche oder eher proteinhaltige Lebensmittel essen, mehr oder weniger Fette in seine Ernährung einbinden; die Ernährung kann, muss aber nicht glutenfrei sein; man kann entweder vollwertige oder verarbeitete Produkte zu sich nehmen – und alles ist immer noch vegan.

Eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährung ist die Basis jeder Ernährungsempfehlung, wenn wir an die großen Ernährungsgesellschaften denken. Das bedeutet schlussfolgernd, dass wenn man tierische Produkte konsumiert, sollten diese immer nur eine Ergänzung zur pflanzlichen Basisernährung sein.

Ich persönlich kann nur von dem Standpunkt meines eigenen Wissens, meiner eigenen Erfahrung und jener von den Leuten aus meinem Umfeld sprechen. Mit ziemlich großer Sicherheit kann ich behaupten, dass diese gesundheitsfördernden pflanzlichen Lebensmittel uns alle nähren können und dass wir gleichzeitig mit unserer Auswahl an Lebensmittel einen massiven Effekt auf den Planeten und das Leben anderer Lebewesen haben. Wenn wir uns nur auf die gesundheitliche Sichtweise beschränken, gibt es ebenso eine Vielzahl an Evidenz dafür, dass Personen mit einer pflanzlichen Ernährung in einem sehr guten, oft sogar besseren Gesundheitszustand sind als Personen, die anderen Ernährungsformen nachgehen. Ich kann und möchte an der Stelle nicht behaupten, dass für jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten zu jedem Zeitpunkt seines Lebens eine 100% vegane Ernährung die optimalste ist. Allerdings denke ich, dass es für die meisten gut funktionieren kann. Schließlich gibt es eine Bandbreite an pflanzlichen Lebensmitteln – und ganz egal, welche Art von Ernährung du gerade durchführst: Pflanzen sollten in jedem Fall den größten Anteil ausmachen.

Außerdem ist der Veganismus für mich persönlich nicht nur ein simples Ernährungskonzept, das mit großer Wahrscheinlichkeit gesund zu sein scheint. Es ist vielmehr ein Lebensstil, der dich zum Hinterfragen deines Daseins anregt und somit eine wundervolle Möglichkeit sein kann, dein Mindset in Richtung Nachhaltigkeit, Empathie, Verbindung, Langlebigkeit und ganzheitliches Wohlbefinden zu bewegen! Diese pflanzenbasierte „message“ zu verkörpern und zu leben hat meinen Körper, mein Lebensgefühl und nicht zuletzt meine Gedanken verändert, deutlich mehr Bewusstsein und Freude in mein Leben gebracht.

 

 

 

 

~ Zusammenfassung: Gibt es eine Ernährungsform für alle? ~


Wenn du dich auf die Suche nach einer passenden Ernährungsform dich selbst begibst, dann gibt es ein paar Aspekte, denen Beachtung geschenkt werden sollte. Einige Empfehlungen, die wir lesen, hören und erhalten, haben definitiv ihre Berechtigung. Diese fördern z.B. nicht nur wissenschaftlich nachgewiesenermaßen Gesundheit und Wohlbefinden, wahrscheinlich spürst du oder dein Umfeld selbst, dass sie euch gut tun. Bestes Beispiel sind Obst und Gemüse – da gibt es keinerlei Zweifel über ihren gesundheitsfördernden und krankheitsschützenden Charakter. Aber ob dein Körper jede Obstsorte akzeptiert, mehr rohes oder gekochtes benötigt, mehr Kohlenhydrate oder Proteine, mehr oder weniger Energie – das sind alles Faktoren, die ich nicht generalisieren möchte oder allgemeine Empfehlungen für jeden ausgeben möchte. Es gibt zahlreiche Ernährungsphilosophien und Experten, die ihre Informationen an Gesundheit und Ernährung mit der Welt teilen möchten. Im Prinzip ist es gar keine schlechte Sache – sie haben alle ihre Berechtigung dazu. Diese Empfehlungen könnten genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt sein, müssen sie aber nicht. Die Frage ist, was du aus diesem Informationsdschungel machst.

Bio-Individualität bedeutet, dass es nicht eine ganz spezifische Art der Ernährung gibt, die für jeden bestimmt ist. In unserer modernen, hyper-„verbundenen“ Welt haben wir die Verbindung zu unserem eigenen Körper massiv verloren. Wir wurden von den zahlreichen Angeboten im außen abgelenkt, in die Irre geführt, verunsichert und haben uns von unserer inneren Weisheit weitgehend entfernt. Aber diese Weisheit kann uns im Prinzip genau sagen, was wir wirklich brauchen.

„Unser Körper kommuniziert klar und deutlich mit uns,
sofern wir bereit sind zuzuhören.“
(Shakti Gawain)

Ihr Lieben, ich habe aber gute Nachrichten: es gibt keinen besseren Experten für deine eigene Gesundheit als DICH! Du bist die einzige Person, die Entscheidungen für dein bestes Wohlbefinden treffen kann. Der Prozess, in dem du deine individuellen Ernährungsbedürfnisse erforscht, ist Teil davon, dich selbst besser kennenzulernen; er ist Teil deiner Reise. Es gibt ausreichend und auch gute Information da draußen. Befasse dich mit dem Thema, hole dir die Essenz daraus, all jenes, was sich für dich richtig anfühlt. Probiere dich aus, kehre in dich, bleibe achtsam und beobachte. Und auch hier komme ich wieder zurück zur eigenen Intuition – frage dich: kann dieses Lebensmittel gerade meine Bedürfnisse stillen? Oder ist es vielleicht doch nicht das Richtige im Moment? Wenn du an der Kommunikation mit deiner Intuition dranbleibst, wirst du deinem Körper mehr und mehr vertrauen können. Er führt dich zu einem intuitiven Essverhalten, der Auswahl von geeigneten Lebensmitteln, von passenden Gewohnheiten deines Lebensstils, sodass du dich zu deinem Höchsten Selbst entwickeln und dein volles Potential (er)leben kannst.

Vielen Dank dir – Danke fürs Lesen meiner „message“, die ich heute mit dir teilen möchte.

Ich schicke dir eine große Umarmung und eine große Portion Sonnenschein direkt aus meinem Herzen.

Namasté,

deine Isabel!

2 thoughts on “Bio-Individualität | Gibt es eine Ernährungsform für alle?”

  1. Liebe Isabel!

    Du sprichst ein Thema an, dass ich wiederum bestätigen kann. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es für mich Lebensmitteln gab und gibt die ich nicht mag und die mir auch nicht gut tun. Es ist vl nur ein kleiner Tipp zur Orientierung, der Körper spricht ja zu mir in dieser Art. Und ich bin immer wieder für eine Mischkost, das bringt Abwechslung in unsere Ernährung und Anregung etwas Neues auszuprobieren.

    Ich drücke dich, deine Mum!

    1. Liebe Mama,
      vielen Dank für deine Gedanken zu meinem Artikel. 🙂
      Aus eigener Erfahrung und Sichtweise sehe ich unter einigen Mischköstlern keine allzu große Abwechslung in der Ernährung bzw. Offenheit, Neues auszuprobieren. Und ganz häufig sind es ähnliche, nicht sehr nahrhafte Lebensmittel, auf die gewohnheitsmäßig zurückgegriffen wird. Ich persönlich habe durch den Umstieg auf die pflanzenbasierte Ernährung erst mit der kulinarischen Reise angefangen, wobei mir eine Vielzahl an (natürlichen) Lebensmitteln begegnet sind, die ich zuvor noch nicht kannte…
      Ich denke, es kommt vielmehr darauf an, wie hoch wir die Ernährung in Zusammenhang mit unserem Wohlbefinden und unserer Gesundheit im Leben priorisieren – unabhängig von der jeweiligen Ernährungs“form“. Schließlich kann sowohl die Mischkost, die vegetarische oder die vegane Kost bewusst, frisch, abwechslungsreich und gesund oder eben einseitig und nährstoffarm gestaltet werden.
      Alles Gute & ganz liebe Grüße,
      deine Isabel!

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