Sonnenlicht | Die Heilkraft der Natur

„Müsste ich eine Religion wählen,
so wäre die lebensspendende Sonne mein Gott.“
(Napoleon Bonaparte)

Die Sonne. Ein ganzheitlicher „Heiler“. Ein Nährstoff aus erster Hand. Die ultimative Quelle der Schöpfung. Wo keine Sonne ist, da ist auch kein Leben. Für mich persönlich ist sie ein göttliches Geschenk; eines der kraftvollsten Mittel, um mich in Einklang zu bringen. Allerdings wird immer öfter behauptet, dass wir uns vor der Sonne schützen sollen. Schließlich sei sie für Hautkrebs verantwortlich und lässt die Haut vorzeitig altern. Sonnencremes – die übrigens unsere Vitamin D-Synthese verhindern – sollen den schädlichen Sonnenstrahlen den Kampf ansagen.

Uralte Völker haben die Sonne auf verschiedene Art verehrt. Beispielsweise wussten schon die alten Ägypter, welch‘ erstaunliche Kraft die Sonne für Gesundheit und Wohlbefinden hat. Werfen wir einen Blick nach Indien: Eine besonders bedeutende Yogapraxis nennt sich “Surya Namaskar” (Sonnengruß), die Hingabe zur Sonne. Mit Hilfe dieser Praxis soll die Sonne als direkte Schöpfungsenergie die körperliche Intelligenz entfachen. In der vedischen Tradition steht die Sonne für Bewusstsein, weshalb sie in der indischen Kultur verehrt wird. Die Spezies Mensch entwickelte sich und lebte Millionen von Jahren mit der Sonne. Die Wissenschaft belegt eine Vielzahl an gesundheitlichen Vorteilen von Sonnenlicht. Sie wird sogar als Therapeutikum bei bestimmten Erkrankungen eingesetzt, dazu sagt man „Heliotherapie.“ Fehlt das Sonnenlicht, dann kommt es zu gesundheitlichen Einbußen und auch das allgemeine Wohlbefinden leidet darunter.

Es ist ein eher kontroverses, aber ein für mich ein Herzensthema. In diesem Artikel gehe ich auf folgende Fragen ein:

  • Warum ist Sonnenlicht für alle Lebewesen auf der Erde absolut notwendig?
  • Welche gesundheitlichen Vorteile kann uns die Sonne liefern?
  • Verursacht Sonnenstrahlung Hautkrebs?
  • Wie hängt Sonnenlicht mit der Ernährung zusammen?

Viel Freude beim Lesen! 🙂

 

 

 

 

 

 

~ Sonne: Schöpfer, Nahrung und Heilmittel ~


Sonnenlicht ist die Quelle allen Lebens auf der Erde. Ohne Sonne gäbe es kein Leben. Sie nährt den Planeten und alle Lebewesen. Erinnerst du dich an den Bio-Unterricht in der Schule, als ihr über die Photosynthese gesprochen habt? Pflanzen besitzen die Fähigkeit, Sonnenlicht zu absorbieren und damit Nahrung (Nährstoffe) herzustellen. Im Prinzip kann man sagen: Komplexere Lebewesen, wie wir Menschen oder Tiere, würden erst gar nicht existieren, wenn es keine Pflanzen gäbe. Schließlich stellen sie uns Nahrung zur Verfügung und sind die Basis für Wachstum und Entwicklung.

Sonnenlicht schenkt uns nicht nur Lebensenergie, sondern sie ermöglicht dem menschlichen Körper eines der wichtigsten Nährstoffe herzustellen: Vitamin D. Genau genommen handelt es sich dabei vielmehr um ein Hormon als ein Vitamin. Wenn wir unsere nackte Haut der Sonne aussetzen (keine Kleidung, keine Sonnencreme), löst die UV-B Strahlung einen biochemischen Vorgang in der Haut aus, bei dem Vitamin D aus seiner Vorstufe hergestellt wird. Diesen Vorgang kann man im Prinzip auch „Photosynthese“ nennen: Der Körper synthetisiert mit Hilfe von Licht („Photo“) einen Nährstoff. Vitamin D ist die Vorstufe von Wachstumshormonen, die dem Körper ermöglichen, zu heilen, zu regenerieren und zu wachsen. Außerdem ist der Nährstoff für die Aufnahme und Verstoffwechselung von Kalzium, somit für die Knochengesundheit essenziell. Das „Vitamin“ hat eine Reihe von weiteren biochemischen Aufgaben, viele davon werden erst noch erforscht. Fest steht, dass Vitamin D eine ganz besondere Bedeutung für die menschliche Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden zukommt. Unser Körper ist mit einer Vielzahl an Vitamin D-Rezeptoren ausgestattet, was offensichtlich einen Grund haben wird. In der Natur gibt es keine „Zufälle“.

“Fühlst du dich abgeschlagen, dann lege dich für eine Stunde in die Sonne.
Dein Stresspegel wird nachlassen und dein Geist
wird sich von der nährenden Kraft der Sonne wieder aufladen.

(Landis, 2016)

Neben der Vitamin D-Synthese stimuliert die Sonne auch die Produktion von Serotonin, was wiederum die Laune steigen lässt, zu mentaler Gesundheit und ganzheitlichem Wohlbefinden führt. Die Sonne kann als natürliches Heilmittel bezeichnet werden, weshalb sie sogar therapeutisch genutzt wird. Die sogenannte Heliotherapie macht sich dessen zunutze. Eine Reihe an gesundheitlichen Benefits von Sonnenlicht findest du im nächsten Absatz.

 

 

 

 

 

 

Sonnenlicht und Gesundheit ~


Ist es nicht schon rein intuitiv schlüssig, dass Sonnenlicht die Gesundheit und das Wohlbefinden stärkt? Genau das belegt auch die Wissenschaft: Ein Mangel an Sonnenlicht führt zu gesundheitlichen Einbußen (Hoel et al., 2016). Aus ganzheitlicher Sicht ist der Aufenthalt im Sonnenschein ein ganz wesentlicher Aspekt für unsere Gesundheit.

Aber inwiefern stellt die Sonne das an?

  • Sonnenlicht kann das Immunsystem stärken, indem es die Bildung weißer Blutkörperchen anrege (Phan et al., 2016). Den immunstärkenden Effekt führen Wissenschaftler auch auf die Vitamin D-Synthese zurück. Obwohl UV-Strahlung gewissermaßen die DNA schädigen kann, verfügt ein gesunder Körper über Reparaturmechanismen, die teilweise mit Vitamin D in Verbindung stehen. Und Vitamin D-Synthese wird wiederum durch die UV-B-Strahlung ermöglicht (Hoel et al., 2016).
  • Sonnenlicht unterstützt die Knochengesundheit: auch hier hat das magische „Sonnenvitamin“seine Finger im Spiel. Der Nährstoff (oder vielmehr das Hormon) erlaubt es dem Kalzium aus der Nahrung, in den Blutkreislauf aufgenommen und ordnungsgemäß verstoffwechselt zu werden.
  • Moderate Sonnenaufenthalte sind mit einem reduzierten Risiko für bestimmte Krebsarten assoziiert. Das wurde übrigens schon in den 1960-er Jahren erforscht. In den 80-er Jahren machte die Wissenschaft das Vitamin D dafür verantwortlich. Danach stand die Sonne eher als „Gefahr“ im Auge der Wissenschaftler. Jedenfalls solle Sonnenlicht (moderat genossen) das Risiko für Brustkrebs und Dickdarmkrebs reduzieren. Solange man sich nicht daran „verbrennt“, könne die Sonne sogar Hautkrebs verhindern (Hoel et al., 2016).
  • Sonnenlicht wirkt sich positiv auf diverse Hauterkrankungen bzw. -probleme aus, z. B. Psoriasis.
  • Sonnenlicht unterstützt den Körper dabei, den Blutdruck zu senken (sofern dieser zu hoch ist). Die UV-Strahlung induziert Stickstoffmonoxid, was die Blutgefäße erweitert. In dem Zusammenhang sei auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geringer (Weller, 2016).
  • Sonnenlicht ist ein Stimmungsaufheller, denn es setzt das Glückshormon Serotonin im Körper frei. Dieser Effekt scheint so stark zu sein, dass es nicht nur vor Depressionen schützen, sondern möglicherweise sogar an der Heilung von psychischen Erkrankungen beteiligt ist. Es konnte gezeigt werden, dass die Serotoninproduktion im Gehirn saisonal schwankt und im Winter am niedrigsten ist (Lambert et al., 2002).
  • Die sonneninduzierten Serotonin-Levels unter tags gehen auch mit einer gesunden Produktion von Melatonin abends bzw. nachts einher. Das bedeutet wiederum: verbesserter Schlaf (Mead, 2008).
  • Sonnenlicht zu genießen scheint möglicherweise auch mit einem geringeren Auftreten von Multipler Sklerose, Diabetes mellitus Typ 1 und rheumatoider Arthritis verbunden zu sein (Hoel et al., 2016).

Darüber hinaus gibt es noch mehr Vorzüge von Sonnenlicht, die sich Wissenschaftler unter die Lupe nehmen. Letztlich kann wahrscheinlich jeder in gewisser Weise zustimmen, dass die Sonne unser Wohlbefinden fördert; auch ohne wissenschaftlichem Beleg.

 

 

 

 

 

 

~ Verursacht die Sonne Hautkrebs? ~


Man kann die Angst vor Sonnenstrahlung in der westlichen Gesellschaft beinahe schon als „Neurose“ bezeichnen. Diese Tatsache hat sich für mich schon immer unstimmig angefühlt. Ist es nicht suspekt, dass die Sonne als Schöpferkraft aller Lebewesen uns gleichzeitig schädigen, ja gar umbringen kann? Dass die Sonne einerseits Leben entstehen und gedeihen lässt, andererseits aber für Krebserkrankungen verantwortlich ist? Leben wir wirklich gesünder, wenn wir uns von dieser kraftvollen Quelle fern halten?

Lasst uns einen Blick in die Natur wagen: Pflanzen z. B. gedeihen am besten bei Sonnenlicht. Nichts in der Natur wächst in einem dunklen, kalten, von Schnee überlagerten Umfeld. Manche Pflanzen wachsen sogar ausschließlich in tropischem Klima, weil sie mit Hilfe der Bio-Photonen aus Sonnenstrahlung Kohlenstoffdioxid aus der Luft fixieren, daraus Nährstoffe generieren und Sauerstoff abgeben. Genau der Sauerstoff, den wir Menschen einatmen. Die Aussage „Die Dosis macht das Gift“ trifft in dem Fall definitiv zu. Das heißt, niemand sollte sich stundenlang in der prallen Mittagssonne bei Sommerwetter aufhalten, vor allem nicht hellhäutige Personen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass die Angst vor der Sonne unsere Gesellschaft dominiert; dass die Leute ihr Vertrauen vielmehr in die Kosmetik- oder Pharmaindustrie setzen als in die Natur. Ich glaube nicht, dass die Natur die Lebewesen auf Erden ausmerzen möchte. Seit Millionen von Jahren leben die Menschen mit der Sonne und die Krebsraten sind erst in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen…

Es gibt unterschiedliche UV-Strahlen aus dem gesamten Spektrum des Sonnenlichts (Photonen), die zu biochemischen Reaktionen im Körper führen. Manche sind eine Spur „bedenklicher“ als andere, aber nur wenn man ihnen isoliert ausgesetzt ist. Wenn du z. B. hinter einem Fenster sitzt und die Sonne scheint hindurch oder wenn du Sonnencreme aufträgst, bist du einem isolierten Spektrum an UV-Strahlung ausgesetzt. Das hat ungünstigere Effekte als die komplette Bandbreite der Strahlen auf seine Haut zu lassen. Die UV-B-Strahlung, welche die Vitamin D-Synthese in Gang setzt, kann nicht durch eine Glasscheibe hindurch und wird auch von Sonnencreme nicht in unsere Haut gelassen. Die synthetischen Chemikalien von Sonnencreme werden direkt von der Haut absorbiert und wahrscheinlich lösen auch diese biochemische Reaktionen im Körper aus. Die Wissenschaft zeigt außerdem, dass Menschen mit der geringsten Sonnenexposition die höchsten Krebsraten aufweisen. Außerdem ist Vitamin D eines der potentesten Faktoren in Sachen Krebsprävention.

Es ist ein kontroverses Thema und ich bin der Meinung, dass es auf die richtige Dosis ankommt. Das Pigment Melanin ist für die dunkle Hautfarbe verantwortlich und schützt uns durch diesen Bräunungseffekt vor potenziell schädlichen Effekten der Sonnenstrahlung. Je mehr du der Sonne ausgesetzt bist, desto dunkler wird deine Haut. Ich empfehle definitiv keiner hellhäutigen Person aus der nördlichen Hemisphäre, sich den ganzen Tag in die tropische Sonne zu setzen. Vielmehr würde ich solchen Personen empfehlen, in die Morgensonne und am späteren Nachmittag hinaus zu gehen. Unter tags hilft eine leichte Bekleidung und z. B. ein Sonnenhut vor der Einstrahlung, es müssen nicht zwangsläufig dicke Schichten an Sonnencreme auf der Haut sein. Vor allem, wenn du (starkes) Sonnenlicht nicht gewohnt bist, sollte du dich GANZ langsam herantasten. Ich glaube fest daran, dass die Sonne ein natürliches Heilmittel für Gesundheit und Wohlbefinden ist.

 

 

 

 

 

 

~ Wie kann man “die Sonne essen”? ~


Wenn es um Ernährung geht, denken die meisten direkt an Energie in Form von Kalorien, an Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) und Mikronährstoffe (Vitamin, Mineralstoffe bzw. Spurenelemente). Der bio-energetische Aspekte von Nahrung ist eher unbekanntes Terrain. Was bedeutet das? –  Es geht um „Licht“, das in Form von elektromagnetischer Strahlung ist in Lebensmitteln gespeichert vorliegt.

In meinen Artikeln über die Lebenskraft in unserer Nahrung gehe ich auf die Bedeutung von Sonnenlicht in Bezug auf die Ernährung ein. Der deutsche Biophysiker F. A. Popp konnte zeigen, dass Pflanzen genauso wie alle anderen biologischen Organismen Bio-Photonen in ihrer DNA speichern, die kleinste physikalische Einheit von Licht. Genauso macht es auch der menschliche Körper. Diese Bio-Photonen enthalten Informationen, die lebensnotwendige Prozesse in den Zellen ermöglichen (Chang et al., 2013). Man kann sagen, dass Sonnenenergie (Bio-Photonen) indirekt über die Nahrung in unsere Zellen gelangen. Je höher die Emission von Bio-Photonen einer Zelle, desto höher ihr Ausmaß an Vitalität (Switzer, 2008). Diese Emission kann mit Hilfe von bestimmten technologischen Hilfsmitteln gemessen werden, sowohl in Pflanzen als auch in der menschlichen Zelle. Gesunde Personen haben eine deutlich höhere Bio-Photonen-Emission als kranke.

Bezogen auf Lebensmittelgruppen und ihre Aussendung an Bio-Photonen, würde die Reihenfolge (hohe Emission bis niedrige Emission) folgendermaßen aussehen:

  • Wildpflanzen
  • frische Früchte
  • Blattgrün und rohes Gemüse
  • Getreide(-Körner)
  • Tierprodukte: Milch(-Produkte), Fleisch, Fisch

„Die Sonne essen“ bedeutet in dem Zusammenhang Lebensmittel zu verzehren, die eine hohe Menge an Bio-Photonen (Sonnenlicht) in ihren Zellen speichern. Darin stecken wertvolle Informationen, die wiederum die menschliche Zelle nähren. Rohe, frische, biologisch hergestellte Früchte und Gemüse haben den höchsten Gehalt an Bio-Photonen.

 

 

 

 

 

 

 

~ Fazit: Sonnenlicht fürs Leben ~


Die Sonne: Quelle der Schöpfung, ein essenzieller Nährstoff für den menschlichen Körper, ein natürliches Heilmittel und ein absoluter Energiespender im Leben. Kein imitiertes Licht und kein Vitamin D-Supplement können uns die zahlreichen Benefits von direktem Sonnenlicht für Gesundheit und Wohlbefinden bieten. Wenn du deinem Leben mehr Kraft, Vitalität, Energie und Freude schenken möchtest, dann bringe mehr Sonnenschein in dein Leben: Sowohl direkt über Aufenthalte in der Natur als auch indirekt über natürliche, frische, rohe Lebensmittel, wie Früchte und Gemüse.

 “Sei wie eine Blume: Wende dein Gesicht der Sonne zu.“
(Khalil Gibran)

Ich schicke dir eine große Umarmung & Sonnenschein aus meinem Herzen!

Namasté,

deine Isabel!

 

 

 

Literatur

Chang J.-J., Fisch J., Popp F.A. Biophotons. Springer-Science + Business-Media (2013).

Hoel D.G., Berwick M., De Gruijl F.R., Holick M.F. REVIEW. The risks and benefits of sun exposure 2016. Dermato-Endocrinology (2016). Vol 0 (No. 0): 17 pages.

Lambert G.W., Reid C., Kaye D.M., Jennings G.L., Esler M.D. Effect of sunlight and season on serotonin turnover in the brain. Lancet (2002): Vol. 360(9348): 1840-1842.

Landis R. The Holistic Health Mastery Program. CreateSpace Independent Publishing Platform (2016).

Mead M.N. Benefits of Sunlight. Environmental Health Perspectives (2008). Vol. 116(4): A161-167.

Phan T.X., Jaruga B., Pingle S.C., Bandyopadhyay B.C., Ahern G.P. Intrinsic Photosensitivity Enhances Motility of T Lymphocytes. Scientific Reports (2016). Vol. 6 (no. 39479): 1-11.

Switzer J. Bio-photon Nutrition and Cyclical Eating (2008).

Weller R.B. Sunlight Has Cardiovascular Benefits Independently of Vitamin D. Blood Purification (2016). Vol. 41: 130-134.

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