Lebensaufgabe #2 | Wichtige Fragen an DICH

Lebensaufgabe.

Die Berufung deines Herzens.

Der Grund, weshalb du morgens aufstehst.

Die Sache, die deine Seele sprechen lässt.

Der Grund, weshalb du am Leben bist.

Die Mission, die du erfüllen darfst.

„Unsere einzige Verpflichtung besteht darin,
den persönlichen Lebensplan zu erfüllen.“

(Paulo Coelho, Der Alchimist)

Willkommen zum zweiten Artikel meiner Serie rund um das spannende Thema „Lebensaufgabe“. In meinem letzten Beitrag ging es um die Bedeutung des Lebens. Es ging um die Frage „Warum bin ich hier?“ Heute bekommst du wichtige Fragen an die Hand, die dich deinem einzigartigen Geschenk für diese Welt näher bringen. Es geht um deine Mission, mit der du der Menschheit, dem höheren Wohl und dir selbst dienen kannst. Diese Aufgabe wird dich selbst bereichern, du wirst wachsen, einige Dinge besser verstehen und verinnerlichen können.

Mit unserer Geburt landen wir auf einer Welt, die auf vorgefertigten Strukturen und Konditionen basiert. Nach der Schule, Ausbildung oder Uni bekommen wir ein Berufsspektrum vorgesetzt. In der Regel geht aber niemand auf deine eigenen inneren Wünsche, Träume, Visionen vom Leben ein oder unterstützt deine besonderen Fähigkeiten. Zumindest habe ich mich in Kindheit und Jugend nicht wohl damit gefühlt, meine inneren Träume nach außen zu tragen; meiner Kreativität, Interessen an Kunst, Musik, Gesundheit und Spiritualität vertieft nachzugehen. Von überall kamen Aussagen, wie „Träume bleiben Träume“, „Träume sind Schäume“, „Damit kannst du doch kein Geld verdienen“, „Geld wächst nicht auf Bäumen“, „Bleib‘ realistisch!“. Im Prinzip ist es ein Glaubenssystem, das die Gesellschaft kultiviert. Jedenfalls möchte ich mich nicht mehr diesen Aussagen unterordnen. Ich bin davon überzeugt, dass alles möglich ist, sofern man sich selbst 100 % treu bleibt und nicht zu viel auf die Meinungen anderer setzt …

“Erschaffe dir ein Leben, von dem du keinen Urlaub brauchst.“

Schauen wir uns das Leben vieler Menschen mal genauer an: Sind sie erfüllt? Stehen sie morgens mit Euphorie und einem inneren Antrieb auf? Gehen sie mit einem seligen Lächeln im Gesicht durchs Leben? Ist das der Fall? – Offensichtlich nicht. Somit scheint dieses Glaubenssystem nicht so richtig aufzugehen.

Möchtest du deinem und dem Leben anderer mehr Bedeutung schenken, weißt aber nicht, wie und womit? Möchtest auch du dich diesem gesellschaftlichen Glaubenssystem nicht (mehr) unterordnen? Dann bist du hier genau richtig!

 

 

 

 

 

 

~ Bevor es losgeht … ~


Zu allererst möchte ich betonen, dass es NIEMALS zu spät ist, seiner inneren Berufung zu folgen. Bist du 10, 20, 50, 77 oder sogar 100 Jahre alt und liest diesen Artikel gerade – die Anzahl deiner Lebensjahre spielt absolut KEINE Rolle.

Diesen Artikel solltest du nicht nur durchlesen, sondern vielmehr „durcharbeiteten.“ Alles was du brauchst, sind ein Stift, ein Blatt Papier, ein Textmarker und etwas Zeit, um dich mit dir selbst auseinanderzusetzen.

Beantworte die Fragen immer mit dem ersten Gedanken in deinem Kopf. Wenn du dir mit der Antwort unsicher bist, dann könnte dir die folgende Übung weiterhelfen:

Setze dich bequem hin.
Schließe deine Augen.
Nimm‘ einen tiefen Atemzug. Atme vollständig aus.
Lege eine Hand auf dein Herz.
Stelle dir genau diese Frage und atme tief in dein Herz hinein.
Lenke deine volle Aufmerksamkeit auf dein Herz, fokussiere den Atem und höre auf die Antwort aus deinem Inneren.

Du kennst alle Antworten. Immer. Meist ist es der Verstand, der die Antworten übertönt und nicht zur Oberfläche durchdringen lässt…

Bist du bereit für die Fragen? – Dann geht es jetzt los!

 

 

 

 

 

 

 

~ Finde deine Lebensaufgabe: FRAGEN an DICH ~


Ich teile das Sammelsurium an Fragen in vier wichtige Gruppen ein: Persönlichkeit, Leidenschaft, Talente und Fähigkeiten, Zielgruppe.

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Los geht es mit deiner PERSÖNLICHKEIT:

Blicke auf dein bisheriges Leben zurück. Jede einzelne Erfahrung, Beziehung, Begebenheit, usw. hat dich zu der Person gemacht, die du heute bist. Alles im Leben hat einen Grund. Jedes Ereignis hat deine Perspektive auf das Leben, dein Wissen, deine Fähigkeiten, usw. bereichert.

  • Worauf deutet deine Lebenserfahrung hin? Was eröffnet sie dir für Möglichkeiten?
  • Was sind deine ureigenen Werte? – Erfahre mehr zu diesem Thema in meinem Artikel zur Authentizität. Erstelle eine Liste mit deinen Werten.
  • Was war(en) die größte(n) Herausforderung(en) in deinem Leben? Wie hast du diese gemeistert?
  • Wer inspiriert dich am meisten? Warum? Welche Aspekte dieser Persönlichkeit schätzt du besonders?

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Als Nächstes geht es zum spannenden Teil über, deinen LEIDENSCHAFTEN: 

  • Was zaubert dir augenblicklich ein Lächeln ins Gesicht? (z. B. eine Aktivität, Begebenheit, ein Projekt, an dem du arbeitest, Personen, Tiere, usw.)
  • Wann fühlst du dich mit deinem Higher Self verbunden? Anders gefragt: Wann fühlst du dich authentisch, rundum wohl in deiner Haut, bist absolut präsent und in deinem Element?
  • Bei welcher Tätigkeit verlierst du das Zeitgefühl?
  • Was hast du als Kind am liebsten gemacht?
  • Welches Schulfach hat dich am meisten interessiert oder gar begeistert?
  • Was treibt dich von innen heraus an? Für welche Tätigkeit brauchst du keinerlei Motivation von außen?
  • Was würdest du jederzeit tun, auch ohne dafür Geld zu verdienen?

“Ein Mann mit Geld ist kein Gegner für einen Mann mit einer Mission.”
(Doyle Brunson)

  • Stell‘ dir vor du wachst eines Morgens auf und brauchst dir um Geld oder jegliche Verpflichtung keinerlei Gedanken zu machen. Wie würdest du deinen Tag gestalten? Wie sieht ein Tag in deinem Traumleben aus? – Schreibe alles nieder, was in deinen Kopf kommt; vom Moment des Erwachens bis abends, wenn du wieder zu Bett gehst.
  • Stell‘ dir vor, dein letzter Lebenstag ist gekommen. Du blickst zurück und erinnerst dich an alles, was du im Leben erreichst, getan hast, wie du gelebt, welche Beziehungen du geführt hast, usw. – Was davon hat die größte Bedeutung für dich? Erstelle eine Liste.
  • Was würdest du bereuen, nicht (vollkommen) im Leben getan/gehabt zu haben oder gewesen zu sein?
  • Stell‘ dir vor, du bist ein Lehrer. Was würdest du unterrichten?

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An dritter Stelle geht es um deine TALENTE und FÄHIGKEITEN:

  • Worin bist du schon immer gut gewesen?
  • Was geht dir leicht von der Hand?
  • Welche Gewohnheiten hast du bereits in Fleisch und Blut (unabhängig davon, ob es deine Leidenschaft ist oder nicht)?
  • Welches Schulfach ist dir am leichtesten gefallen?
  • Welche Probleme kannst du ohne große Mühe lösen?
  • Welche Qualifikationen bringst du mit?
  • Mit welchen Problemen kommen Menschen am ehesten zu dir und fragen nach Rat?

Deine Talente geben einen Hinweis auf dein „Geschenk“ für die Welt. Auch, wenn sie für dich selbstverständlich und unbedeutend erscheinen; für andere können sie lebensverändernd sein … diese Talente wurden dir in die Wiege gelegt, um damit der Welt etwas zu schenken.

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Der letzte Aspekt bezieht sich auf deine ZIELGRUPPE oder dein „Publikum“. Wie ich bereits im letzten Artikel erwähnt habe, spielt das Dienen bzw. anderen zu helfen eine entscheidende Rolle, wenn es um die Lebensaufgabe geht:

  • In welcher Gesellschaft (Menschen, Tiere, Natur) fühlst du dich am besten aufgehoben?
  • Mit welcher Menschengruppe (oder andere Lebewesen) fühlst du dich verbunden? Für wen empfindest du Mitgefühl?
  • Wenn du vor einer Gruppe von Menschen stehst und eine Botschaft weitergeben müsstest: Wer sind deine Zuhörer? (bezogen auf die Frage „Was wäre deine Message?“)

Die Menschen (oder andere Lebewesen), mit denen du am meisten in Resonanz gehst, geben dir einen Hinweis darauf, an welche Zielgruppe du dich mit deiner Aufgabe wenden kannst. Das können Kinder, Obdachlose, Sportler, spirituell offene Menschen oder allein erziehende Mütter sein.

 

 

 

 

 

 

 

~ Wie geht es weiter? ~


Jetzt hast du einige Puzzleteile des großen Bildes vorliegen:

  • deine Persönlichkeit basierend auf der Lebenserfahrung,
  • deine Passion, die aus dem Herzen kommt,
  • deine Talente und Qualifikationen und
  • deine Zielgruppe; Menschen, mit denen du dich am meisten verbunden fühlst.

Ich möchte dich mit diesem Artikel dazu anregen, genug Zeit zum Beantworten aller Fragen zu nehmen. Im Anschluss gehe deine Antworten durch, finde Parallelen und fasse diese zusammen. Was dir auch helfen könnte, ist ein Vision Board mit all deinen Antworten. Damit bekommst du einen guten Blick auf das Gesamtbild. Mir persönlich hilft das enorm.

“Je größer deine Mission wird,
desto mehr Inspiration wird dir geschenkt.“
(Ryuho Okawa)

Du musst jedoch nicht jetzt sofort diese eine riesengroße Lebensaufgabe für dich finden. Genauso wie sich unsere Werte entwickeln und verändern, kann das mit unserer „Aufgabe“ der Fall sein. Wenn du gesund, glücklich, von deiner Passion getrieben lebst, das Leben anderer bereicherst und dich selbst bereichert fühlst – genau dann lebst du deine Mission. Sie wird sich nicht in deinem Kopf offenbaren, wenn du zwanghaft danach suchst, sondern vielmehr im Tun selbst … Was, wenn deine Lebensaufgabe genau in diesem Moment steckt und darauf wartet, dass du ins Handeln kommst … ?

~~~

Mit diesem Artikel hast du ein recht theoretischen Ansatz an die Hand bekommen, wie deine Lebensaufgabe aussehen könnte. Praktische Tipps folgen im weiteren Verlauf meiner Artikelserie. Außerdem werde ich auf die Aussage „Your mess becomes your message“ eingehen. Bist du neugierig? – Dann freu‘ dich auf mehr Content!

Pass gut auf dich auf & bleibe dir treu.

Alles Liebe & Namasté,

deine Isabel!

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