Morgenroutine | Mach‘ dich startklar für den Tag!

Die meisten erfolgreichen Menschen verehren sie. Unzählige Gesundheitsexperten empfehlen sie. Ich persönlich fühle mich wie ein halber Mensch, wenn ich sie vernachlässige: die Rede ist von einer täglichen Morgenroutine. Ja, du weißt wahrscheinlich, dass gesunde Gewohnheiten und Zeit für sich selbst für mehr Wohlbefinden und Produktivität sorgen.
Aber:

  • Was steckt hinter diesen Weisheiten, dass ein paar Gewohnheiten am Morgen massive Auswirkungen haben können?
  • Warum macht es einen so großen Unterschied, wenn wir morgens erstmal in mit einer Portion Selbstfürsorge starten?

Mit diesem Artikel möchte ich dir gerne meine persönlichen Erfahrungen zum Thema „Morgenroutine“ mit auf den Weg geben. Neben den ein oder anderen Hintergrundinfos gebe ich dir einen Einblick in meine eigenen Gewohnheiten am frühen Morgen. Alles beginnt bereits mit dem kleinen, aber sehr bedeutenden Moment des Aufwachsen am Morgen …

„Willst du deinen Traum realisieren,
dann erwache.“

(J.M. Power)

 

 

 

 

 

 ~ Aufwachen: Die Bedeutung eines guten Schlafs ~


Das Aufwachen am Morgen bedeutet gleichzeitig, dass wir uns in der materiellen Welt unserer Existenz erstmal einfinden musst. Metaphorisch gesprochen ist es eine Art von Ausbalancieren zwischen dem spirituellen und dem physischen Sein. Das bedeutet, dass wir in diesem Moment die Frequenz anpassen. Tun wir dies bewusst, dann bleiben wir in unserer Mitte, in Balance, und fallen nicht direkt in einen überraschenden Zustand von Unbewusstsein.

„Denke immer daran, mit einem Traum einzuschlafen
und mit einer Aufgabe, die du entschlossenen angehen möchtest, aufzuwachen.“

Wie fühlst du dich nach dem Aufwachen? – Bereit für den Tag, energiegeladen und vital? Sind deine Batterien wieder voll aufgeladen? Oder fühlst du dich eher schwer, ausgelaugt, gereizt und träge? Ehrlich gesagt habe ich mich in meiner Jugend definitiv in der letzteren Beschreibung wiedererkannt. Allerdings habe ich im Laufe der Zeit herausgefunden, dass ein gewisser Schlafrhythmus der Schlüssel ist, um das höchste Potenzial aus meinem Schlaf herauszuholen. Das bedeutet: Etwa zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen bzw. aufzustehen. Die Bedeutung eines guten Schlafs – der dein ganzheitliches System regeneriert und auflädt – sollte einfach nicht unterschätzt werden. Dein Körper wird sich irgendwann ganz natürlich in diese Gewohnheit einfinden, wenn du ihm erlaubst, diese innere Uhr zu stellen.

Zu Beginn wirst du dir einen Wecker stellen müssen, um deinen Körper an diese Uhrzeit des Aufwachens zu gewöhnen. Aber Vorsicht: Das Allerletzte, was wir zum Start in den Tag wollen, ist ein extrem lautes Läuten, das uns aus dem sanften Schlummern brutal herausreißt und den Kortisolspiegel in die Höhe schießen lässt. Versuche dir lieber eine eher ruhige, sanfte Melodie auszusuchen oder sogar einen Sonnenlicht-Wecker zuzulegen. Der weckt dich sanft mit Licht anstatt mit (lauten) Geräuschen auf. Aber sobald du dich in diesen Rhythmus eingefunden hast, wirst du irgendwann vollkommen automatisch zur selben Zeit, in einem Zeitfenster von etwa 30 Minuten, aufwachen.

Laut Ayurveda ist die beste Zeit zum Aufwachen vor Sonnenaufgang. Okay, das ist nicht immer und für jeden jederzeit möglich, wenn wir an die nördliche und südliche Hemisphäre mit den unterschiedlichen Jahreszeiten denken. Prinzipiell können wir uns in dem Fall an eine Zeit von 6 Uhr morgens für den Sonnenaufgang halten und sollten entsprechend davor (Vata-Zeit) aufwachen. Ich persönlich fühle mich mit dieser Empfehlung am wohlsten. Aber was auch immer für dich am besten passt: Versuche, dich in etwa an die gleiche Zeit zu halten.

 

 

 

 

 

~ Stell‘ dir tägliche Gewohnheiten zusammen ~


Unser Gehirn ist faul. Es kostet uns bereits eine Menge Energie, Tag für Tag unzählige Entscheidungen zu treffen und durch eine Reihe an Denkprozessen zu gehen. Vor allem in unserer gestressten westlichen Welt, in der wir viel zu vielen Reizen und Einflüssen im Außen ausgesetzt sind. Wir sind mental ohnehin schon überladen. Deshalb erleichtert es dir enorm den Tag, wenn du zumindest morgens diese Hürde umgehst, Entscheidungen treffen zu müssen. Sobald sich deine Gewohnheiten im Unterbewusstsein verankert haben, sind sie zur Routine geworden. Du brauchst darüber gar nicht mehr nachdenken. Alles passiert quasi von ganz alleine.

Was ich persönlich für mich selbst erfahren habe: Wenn sowohl Körper als auch Geist gleichzeitig genährt werden, kann das höchste Potenzial aus dir herausgeholt werden. Nicht nur ein gesundes Frühstück legt das Sprungbrett in Richtung Erfolg für den Tag. Kein Zweifel, ein gesundes Frühstück ist etwas ganz wertvolles. Aber erst die Kombination aus körperlicher und mentaler „Hygiene“ am Morgen schenkt dir viel mehr Balance, Stabilität und Bewusstsein für den bevorstehenden Tag.

Ganz klar, nicht jeder Morgen ist gleich. Wenn du z. B. Kinder hast oder Schichtarbeiter bist, wird eine Morgenroutine umso herausfordernder. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich täglich 10 Minuten für ein wenig Selbstfürsorge immer noch besser auswirken als ganz und gar nichts zu tun.

Genauso, wie ich dir gerade eben regelmäßige Schlafgewohnheiten empfohlen habe, kann ich dir aus ganzem Herzen empfehlen, dir zwei oder mehr Praktiken für eine Morgenroutine anzugewöhnen, die dich ganzheitlich nähren. Jeder ist anders. Wir haben in gewisser Weise unterschiedliche Bedürfnisse, das liegt in der Natur der Bio-Individualität.

Genau aus diesem Grund stelle dir die folgende Frage:

  • Was nährt DEINEN Körper, Geist und Seele so richtig?
  • Schreibe ein paar Beispiele nieder.
  • Fange an, step by step, die ein oder andere Sache früh morgens umzusetzen. Lasse sie zu einem obligatorischen Teil für deinen Morgen werden. Spür tief in dich hinein und beobachte, was sich verändert…

 

 

 

 

 

 

~ Meine persönlichen Routinen ~


Bevor ich nun eine unendlich lange Liste an Beispielen niederschreibe, würde ich liebend gerne meine persönlichen Gewohnheiten mit dir teilen. Ehrlich gesagt war es für mich eine der wertvollsten Erkenntnisse, wie sehr mich diese Zeit am Morgen stärken kann. Vor etwa 10 Jahren habe ich schon damit angefangen. Aus der reinen Intuition heraus. Ohne irgendwelchen Tipps oder Inspirationen. Sondern eher, weil sich mein Körper nach gewissen Routinen in dieser „heiligen“ Morgenzeit gesehnt hat; weil er den Tag am liebsten friedlich, entspannt und „rund“ angehen möchte. Ich habe auf diese Signale meines Körpers gehört und mir erlaubt, diese Zeit des Tages nur mir selbst zu schenken.

Okay, meine Routinen haben sich im Laufe der Jahre immer wieder mal verändert. Nachdem ich aber tiefer in die Welt von Yoga und nun auch in Ayurveda eingetaucht bin, habe ich mir in den vergangenen Jahren eine recht einheitliche Routine aufgebaut. Eigentlich gibt es kaum Worte dafür, was für ein Lebensgefühl mir diese Praktiken schenken. Körperlich, mental, emotional und seelisch.

„Das Geheimnis deiner Zukunft versteckt sich in deinen täglichen Routinen.“
(Mike Murdock)

  1. Direkt nach dem Aufwachen nehme ich zu allererst ein paar tiefe Atemzüge; gefolgt von einem Lächeln. Denn gleichzeitig sage ich „Danke“. Dafür, dass ich am Leben bin und einen weiteren Tag auf diesem wunderschönen Planeten erleben zu dürfen. Danach setze ich mich in den Schneidersitz, die Augen noch geschlossen, und fokussiere meinen Atem. Das ist der perfekte Zeitpunkt für Dharana (Konzentration) und Dhyana (Meditation). Der Geist ist noch klar und das Tor zum Unterbewusstsein ein Stück weit offen.
  2. Nach dieser friedlichen Praxis gehe ich mental alle Dinge und Personen durch, für die ich dankbar in meinem Leben bin, gefolgt von meinen Affirmationen. Das sind meine Ziele, Visionen und Pläne. Manchmal schreibe ich auch all‘ meine Gedanken nieder.
  3. Nach diesen mentalen Praktiken gehe ich ins Badezimmer. Von diesen „körperlichen Routinen“ habe ich bereits in meinem Artikel Ganzheitliche Routinen gesprochen:
    • Ölziehen
    • Gesicht waschen
    • Zunge reinigen
    • Zähne putzen
    • Ab und an führe ich noch die Nasenreinigung mit dem Neti pot, ein Ritual aus dem Yoga und Ayurveda, durch.
  4. Ich liebe es, mein Bett zu machen und bereite mir dann ein Glas warmes oder heißes Wasser vor. Manchmal mit Zitronen- bzw. Limettensaft oder auch etwas frischen Ingwer. Dadurch werden nicht nur die Flüssigkeitsspeicher des Körpers wieder aufgefüllt; gleichzeitig ist es ein Kick für Stoffwechsel und Verdauung.
  5. Als Nächstes ziehe ich meine Sportklamotten an, dehne meinen Körper ein wenig, um ihn aufzuwecken. Das Wasser trinke ich davor bzw. danach.
  6. Normalerweise gehe ich dann direkt ins Gym, mein Fitnessstudio, für ein Workout und/oder meine Ashtanga Yoga-Praxis. Meist sind es zwischen 1 und 2 Stunden, abhängig davon, wie viel Zeit ich habe (bzw. mir nehme).
  7. Zuhause angekommen springe ich direkt unter die Dusche und ziehe mich für den Tag an; meist sind das aber nur ganz bequeme Klamotten (alias „Schlabberlook“), weil ich von zuhause aus arbeite.
  8. Ein leckerer Kräutertee ist das Nächste, was ich mir im Herbst/Winter zubereite. Im Sommer eher ein Glas erfrischendes (Zitronen-)Wasser.
  9. Um tatsächlich mit der Arbeit zu starten, schreibe ich mir alle Aufgaben für den Tag nieder, um einen guten Überblick zu haben.
  10. Zu guter Letzt ist es ein erfrischendes, nahrhaftes und leckeres Frühstück, das meine Morgenroutine abrundet. Normalerweise esse ich nicht direkt nach dem Workout bzw. höre auf meinen Körper. Schließlich kann ich mir jederzeit mein Essen zubereiten, weil meine Küche nicht weit vom Schreibtisch entfernt ist.

Nach dieser Zeit am Morgen fühle ich mich frisch, energiegeladen, rein, genährt, konzentriert und in meiner Mitte, vollkommen in Balance.

 

 

 

 

 

 

~ Fazit: Wie du dich startklar für den Tag machst ~


Zusammenfassend möchte ich dir gerne nochmal die ein oder andere Inspiration mitgeben, wie du deinen kompletten Tag auf 100 % Balance einstellen kannst; indem du eine Morgenroutine einbaust:

  • Schlafqualität: Stelle sicher, dass du genug Schlaf bekommst. Jeder Körper ist anders. Höre auf deine eigenen Bedürfnisse und erlaube deinem Körper und Geist genau die nötige Zeit zum Erholen zu geben.
  • Mentale Praxis: Nimm‘ dir ein wenig Zeit für Bewusstseinstraining; das kann sogar noch in deinem Bett sein. Bewusstsein für Dankbarkeit, Meditation, Visualisierung deiner Vorhaben oder einfach das Niederschreiben deiner Gedanken.
  • Körperliche Praxis: Als Nächstes will dein Körper die nötige Hygiene bekommen, in Bewegung kommen und fit für den Tag werden. Zuallererst empfehle ich persönlich die ein oder andere Reinigungsmethode (Zungenreinigung, Ölziehen, Zähne putzen, etc.), warmes Wasser zu trinken, irgendeine Art von Bewegung, eine entspannende Dusche zu genießen sowie ein nährendes und leckeres Frühstück. 🙂

Jetzt bin ich neugierig: Hast du schon eine Art von Routine in deinen Morgen integriert? Lass‘ mich gerne wissen, was dich für den Tag startklar macht. Teile gerne deine eigenen Erfahrungen in den Kommentaren mit mir/uns.

Jetzt wünsche ich dir aus Herzen einen großartigen Start in den Tag
und schicke dir ganz viel Liebe und eine große Umarmung.

Namasté,

deine Isabel!

 

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